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An der Schwelle zum Erwachsenwerden fragen Jugendliche nach sich selbst. Wer bin ich? Was ist mein Weg? In der Konfirmation erfahren sie Bestärkung (von lateinisch confirmare = bekräftigen, bestärken): Gott hat mich angenommen; ich bin wertvoll in seinen Augen. Er wendet sich mir persönlich zu. Darum kann Konfirmation helfen, den Weg zu sich selbst zu finden. Konfirmandinnen und Konfirmanden sollen mündig und selbständig werden, gesegnet und beschenkt werden, Gemeinschaft und Begleitung erleben.
Seit vielen Generationen ist die Konfirmation ein fester Bestandteil des kirchlichen Lebens. Und ein wichtiger Tag im Leben junger Menschen. Nicht nur wegen der Geschenke, die dazu gehören. An diesem Tag wird deutlich: es sind keine Kinder mehr. Sie gehören nun zu den Erwachsenen. Sie werden ab jetzt immer mehr selbst verantwortlich für ihr Leben. Mit vierzehn sind sie religionsmündig – sie können selbst entscheiden, woran sie glauben. Konfirmation und Konfirmandenunterricht fallen mit diesem Zeitpunkt zusammen – mit Absicht. Denn gerade an diesem Übergang zu Mündigkeit und Erwachsenwerden ist Begleitung wichtig.
Konfirmandinnen und Konfirmanden erleben Begleitung und Gemeinschaft vor allem in ihrer Gruppe. Dort können sie gute Erfahrungen machen, Gestaltungsformen des Glaubens miteinander erproben und lernen, wie sie Krisen gemeinsam bewältigen können. Sie werden ermuntert, am Leben der Gemeinde teilzunehmen und es mitzugestalten. Der einzelne braucht die Gemeinschaft für seinen Glauben. Deshalb werden die Konfirmandinnen und Konfirmanden gefragt, ob sie Ja zu dieser Gemeinschaft der Glaubenden sagen können. Auch die Gemeinde braucht die Jungen, ihre Lebendigkeit, ihre Ideen und ihren Widerspruch. Deshalb ist es wichtig, daß die Gemeinde in der Konfirmation Ja sagt zu ihren Jugendlichen, für sie betet und sie begleitet.
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